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Versorgungssicherheit bei Krisen und Katastrophen: „Zivilschutz geht uns alle an!“

vor 3 Tagen
2 Min. Lesezeit

Emskirchen (pmw). „Die Sicherheit und Resilienz im Fall von Krisen und Katastrophen ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung“, sagte Dieter Hummel bei einer Kooperationsveranstaltung von Senioren-Union (SEN), CSU und Frauen-Union (FU) zum Thema „Zivil-Militärische Zusammenarbeit im Krisenfall“. Lange habe man gedacht, man könne auf eine wirkungsvolle Verteidigung und Vorsorge verzichten, „die aktuellen weltweiten Entwicklungen zeigen aber, dass das ein Irrweg war“.

Dieter Hummel ist Bezirksorganisationsleiter des Reservistenverbandes Mittelfranken und Mitglied im Kreisverbindungskommando der Bundeswehr im Landkreis Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim. Nach seinen Angaben gibt es deutschlandweit etwa 110.000 Mitglieder im Reservistenverband und in der Kreisgruppe Mittelfranken-West rund 1.300. Hummel ist auch Mitglied im Kreisverbindungskommando der Bundeswehr im Landkreis Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim. Die Reservisten seien bei Krisen Ansprechpartner, leisten – wie zum Beispiel in Corona-Zeiten – Amts- und Katastrophenhilfe und seien Teil des koordinierten Schutzes der so genannten kritischen Infrastruktur. Neben Wasser und Strom zählten dazu unter anderem Kommunikationswege, Zahlungsverkehr, Kühlung, Wärme und medizinische Versorgung.

Krankenhäuser müssen auch bei Katastrophen handlungsfähig sein

Bei letzterem Thema sprachen sich die zahlreich teilnehmenden und lebhaft diskutierenden Interessenten für den Erhalt der Kreiskliniken aus, die neben weiterer Optimierung auch in Krisensituationen handlungsfähig bleiben müssten. „Hier muss die Bundesregierung ihre Hausaufgaben machen und darf die Gemeinden, Städte und Landkreise nicht im Stich lassen“, so der Tenor.

Dieter Hummel wollte keine Angst machen, aber die staatlichen Einrichtungen müssten koordiniert und schnellstens eine „Re-Fokussierung auf Landes- und Bündnisverteidigung“ vornehmen, zumal man wisse, dass Deutschland im Ernstfall die Drehscheibe für Europa sein werde. Erste Schritte gingen in die richtige Richtung. Bei der Sicherstellung der Versorgung gehe es auch um regionales und kommunales Krisenmanagement. Dabei stehe das Zusammenspiel zwischen haupt- und ehrenamtlichem Katastrophenschutz und die Vorsorge in jedem Haushalt im Mittelpunkt. „Jeder sollte sich in Notlagen zumindest vorübergehend selbst helfen können“, so Hummel.


Dieter Hummel: „Ganz wichtig ist die gegenseitige Unterstützung“

Er empfahl, entsprechende Vorbereitungen zu treffen. „Der Zivilschutz geht uns alle an!“. Haltbare Speisen und Getränke, Batterien, Medikamente und Hygieneartikel sollten in jedem Haushalt ausreichend vorrätig sein. Wertvolle Tipps und Checklisten gebe es unter anderem beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie bei den Gemeinden und beim Landratsamt. Hummel: „Aber ganz wichtig ist die gegenseitige Unterstützung“.

Den Veranstaltern, dem SEN-Kreisvorsitzenden Walter Reiß, der FU-Ortsvorsitzenden Sieglinde Tiefel und dem CSU-Ortsvorsitzenden Dominik Mayer ging es vor allem um die Sensibilisierung der Bevölkerung bei einem lange verdrängten Thema. Dabei dürfe nicht vergessen werden, dass es bei militärischer und ziviler Vorsorge letztlich um Freiheit und Frieden geht.

Unser Foto (pmw) zeigt von links SEN-Kreisvorsitzenden Walter Reiß, Stabsfeldwebel d.R. Dieter Hummel, FU-Ortsvorsitzende Sieglinde Tiefel, CSU-Ortsvorsitzenden Dominik Mayer und den Zweiten Bürgermeister von Emskirchen, Peter Haag.
Unser Foto (pmw) zeigt von links SEN-Kreisvorsitzenden Walter Reiß, Stabsfeldwebel d.R. Dieter Hummel, FU-Ortsvorsitzende Sieglinde Tiefel, CSU-Ortsvorsitzenden Dominik Mayer und den Zweiten Bürgermeister von Emskirchen, Peter Haag.

 
 
 

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