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MU besucht innovativen Betrieb in Markt Erlbach Der „ehrbare Kaufmann“ als Leitbild

Markt Erlbach/Neuhof-Adelsdorf. Zunehmende regulatorische Hürden bei abnehmender Standortattraktivität beklagten Mitglieder der Mittelstands Union der CSU (MU) bei einem Gedankenaustausch nach vorangegangenem Betriebsbesuch. Bei artec systems in Markt Erlbach wurden die Herausforderungen deutlich, welchen sich der Mittelstand derzeit ausgesetzt sieht. Das als klassisches Start-Up in 2002 gegründete Unternehmen habe sich in über 20 Jahren des Bestehens zu einem der führenden Anbieter von elektromechanischen Baugruppen etabliert, so Ralf Hentze, einer der beiden Geschäftsführer. „Wir sind seit 2006 durchgehend am Bauen und Erweitern“. Mit inzwischen insgesamt 280 Mitarbeitern sei artec spezialisiert auf die Fertigung komplexer Kabelkonfektionen mit „High-Tech-Equipment auf neuestem Stand“, es würden aber auch Schaltschränke und elektrische Schaltanlagen konzipiert und gebaut. Neben einem zweiten Standort in Königswinter bei Bonn werde auch im europäischen Ausland produziert, was nicht zuletzt dem Fachkräftemangel und einem „in Deutschland undurchsichtigen und schwierigen Arbeitsmarkt“ geschuldet sei. „Unsere Firmengruppe bekennt sich ausdrücklich zum Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns“, so Hentze. „Die dabei schon im Mittelalter formulierten Tugenden bringen Menschlichkeit und Wirtschaftlichkeit in Einklang und stehen für eine Vorbildfunktion im Wirtschaftsleben“. Dies sei Grundlage für erfolgreiche Geschäftsverbindungen, ein andauerndes, hohes Qualitätsbewusstsein und zuverlässige Partnerschaften.


MU für mehr Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung

Bei dem anschließenden Gedankenaustausch in Adelsdorf wurde vom Berliner Koalitionspartner mehr Kompromissbereitschaft eingefordert. Der von Rot/Grün eingeleitete Abschied von der Leistungsgesellschaft sei ein Irrweg, es brauche einen Mentalitätswechsel hin zu wieder mehr Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung. Auch wenn nach dem „Ampel-Chaos“ schon viel erreicht wurde, fehle es noch an spürbarer Entlastung bei Bürokratie, Standards, Ausschreibungsvorgaben und Steuern, so die Wahrnehmung aus der MU. „Der Mittelstand muss weiter ertüchtigt werden, um auch angesichts der Wirtschaftskrise im internationalen Wettbewerb bestehen zu können“, meinte auch MU-Kreisvorsitzender Mario Leibold. „Der Mittelstand braucht wieder mehr Verlässlichkeit und Planungssicherheit“. (Text: Peter Müller)

Unser Foto (Jan Winkler) zeigt von links MU-Kreisvorsitzenden Mario Leibold und artec-Geschäftsführer Ralf Hentze (mit einem elektronischen „Helferlein“).
Unser Foto (Jan Winkler) zeigt von links MU-Kreisvorsitzenden Mario Leibold und artec-Geschäftsführer Ralf Hentze (mit einem elektronischen „Helferlein“).

 
 
 

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