Besorgt über gesellschaftliche Veränderungen. CSU-Senioren blicken zurück auf die Kommunalwahlen
- nknevelkamp
- 30. Mai
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Bad Windsheim. Bei einem Rückblick auf die Kommunalwahlen zeigte sich die Senioren-Union der CSU (SEN) zufrieden mit dem gelungenen Generationenwechsel und dem Mix aus erfahrenen und jungen Kräften im Kreistag. Dass radikale Kräfte zugenommen haben, sei zum Teil rein emotionalen Wahlentscheidungen geschuldet, aber der Demokratie nicht dienlich. „Volksparteien stehen demgegenüber für Partnerschaft der Generationen und Ausgleich statt Einzel- und Gruppeninteressen“, so Walter Reiß, SEN-Kreisvorsitzender im Landkreis Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim anlässlich einer Kreisvorstandssitzung.
„Wenn die Welt in Aufruhr ist braucht es Geborgenheit in der Heimat. Dafür steht die Kommunalpolitik und dafür steht die CSU“. Besorgt sind die SEN-Mitglieder über gesellschaftliche Veränderungen, „wo mehr das Ich zählt und weniger das Wir“. Die CSU sehe sich als Brückenbauer zwischen Bürgern und Kommunen zur Landes-, Bundes- und Europapolitik und als Sprachrohr des ländlichen Raumes. Walter Reiß: „Die CSU ist verwurzelt in der Heimat und handelt ohne falsche Ideologie entsprechend der Lebenswirklichkeit, blickt aber auch über den Tellerrand der eigenen Kommune hinaus“.
Respekt für Ewald Geißendörfer
Weit über die eigene Kommune hinaus habe auch der stellvertretende SEN-Kreisvorsitzende Ewald Geißendörfer gewirkt, „der sich 18 Jahre lang im Kreistag und 42 Jahre im Stadtrat von Uffenheim für die Menschen unserer Heimat mit viel Sachverstand eingesetzt hat“. Bei der Kommunalwahl vom März hatte Geißendörfer nicht mehr kandidiert. Mit einem kleinen Präsent würdigte Walter Reiß dessen uneigennütziges Engagement über Jahrzehnte hinweg und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, auch künftig auf seinen reichen Erfahrungsschatz zählen zu dürfen.
Umfangreiches Jahresprogramm 2026
Neben der weitgehend ausgebuchten Theaterfahrt nach Dinkelsbühl im August und einer Weinprobe im Oktober sind die CSU-Senioren auch politisch aktiv: Durch weltweite Turbulenzen müsse wieder mehr Vorsorge für Notfälle getroffen werden. Deshalb plant die SEN eine Tagung mit Dieter Hummel zum Thema „Zivil-Militärische Zusammenarbeit im Krisenfall – Versorgungssicherheit in der jetzigen Wirklichkeit“. Geplant ist auch ein Besuch bei der Lebenshilfe in Lenkersheim. Der SEN-Kreisverband wird sich ferner an der Bezirksversammlung am 10. Juni in Sugenheim beteiligen, wo Neuwahlen auf Mittelfrankenebene anstehen. Walter Reiß lud auch zum Partnerschaftstreffen im September mit den Freunden der CDU aus Thüringen ein.
„Wir sind aktiv unterwegs und bringen uns in die aktuelle Politik ein, zielgerichtet und konstruktiv“, meinte Walter Reiß. So sieht die Senioren-Union dringenden Reformbedarf bei den Sozialsystemen, sei es Rente, Pflege oder die Krankenversicherung. „Lösungen müssen im Sinne der Solidarität die Lasten gerecht verteilen und dadurch die Gesellschaft zusammenführen“, so Mitglieder des SEN-Kreisvorstandes. Den zunehmend festzustellenden Abschied von der Leistungsgesellschaft nannten die CSU-Senioren einen gefährlichen Irrweg. Es müsse doch jedem klar sein, „dass der Fortbestand unseres europaweit einmaligen sozialen Netzes nur möglich ist, wenn die deutsche Wirtschaft wieder floriert und wettbewerbsfähig wird“.






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